
Letztes Update am: 20. Juli 2025
Vlita ist mein Lieblings-Wildgemüse im Sommer und eine der reinsten Formen der traditionellen griechischen Küche. Dieses Rezept stammt aus Syros, wo ich es bei meiner Freundin Irini zubereitet habe – dort ist auch das authentische Foto entstanden. Oft wird die Ansicht vertreten, es sei einfach ein Grün, das wild wächst, aber in Wirklichkeit ist Vlita eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt: der Amarant.
Bereits die Azteken und Inka hatten diese außergewöhnliche Pflanze geschätzt und kultiviert. Man nutzt sowohl die nährstoffreichen Samen der Pflanze, die an Hirse erinnern, als auch das kraftvolle Grün, das man hierzulande als Vlita auf griechischen Märkten und in Spezialläden kaufen kann. Dieses traditionelle Vlita-Rezept wird klassisch als Vorspeise gegessen oder zu gebratenem Fisch serviert.
Vlita ist ein wahres Superfood und liefert die Vitamine A, K, B6 und C in außergewöhnlich hohen Konzentrationen. Zudem enthält es wichtige Mineralien wie Kalzium, Eisen, Magnesium, Kupfer und Zink. Im Vergleich zu anderen griechischen Wildgemüsen wie Chorta ist Vlita besonders mild und zart im Geschmack.
Zubereitungszeit für traditionelles Vlita: 15 Minuten
Kochzeit: 10 Minuten
Schwierigkeitsgrad: Sehr einfach
Portionen: 4 Personen als Vorspeise
Zutaten für das traditionelle Vlita Rezept:
- 500 g sehr frisches Vlita (Amarant)
- 1/2 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
- 3 EL frischer Zitronensaft
- 4 EL natives Olivenöl extra
- Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung des traditionellen Vlita:
Beginnen Sie mit der sorgfältigen Vorbereitung des Vlita. Waschen Sie die Blätter samt den zarten Stengeln gründlich unter kaltem Wasser und entfernen Sie eventuelle beschädigte Teile. Anders als bei anderen griechischen Wildgemüsen werden bei Vlita sowohl Blätter als auch die zarten Stengel verwendet, da sie besonders nährstoffreich sind.
Bringen Sie einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen. Geben Sie das Vlita hinein und kochen Sie es etwa 10 Minuten, bis die Blätter weich sind, aber noch ihre satte grüne Farbe behalten. Der Trick liegt darin, das Vlita nicht zu lange zu kochen – es sollte seine Nährstoffe und den charakteristischen milden Geschmack bewahren.
Gießen Sie das gekochte Vlita durch ein Sieb ab und lassen Sie es gut abtropfen. Drücken Sie vorsichtig überschüssiges Wasser heraus, ohne die zarten Blätter zu zerdrücken. Dieser Schritt ist wichtig, damit das Dressing optimal aufgenommen wird.
Richten Sie das abgetropfte Vlita auf einer flachen Platte an – traditionell wird es in einer rustikalen, weißen Keramikschale serviert, wie sie in griechischen Tavernen üblich ist. Bestreuen Sie das Vlita gleichmäßig mit den fein gehackten Zwiebeln. Die rohe Zwiebel verleiht dem milden Vlita eine angenehme Schärfe und Textur.
Beträufeln Sie das Gericht großzügig mit frischem Zitronensaft – die Säure hebt die erdigen Noten des Amarants hervor und macht das Gericht besonders erfrischend. Gießen Sie einen kräftigen Schluck hochwertiges Olivenöl darüber und schmecken Sie mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer ab. Das Olivenöl sollte von bester Qualität sein, da es maßgeblich zum Geschmack beiträgt.
Vlita in der griechischen Inselkultur:
Auf den griechischen Inseln, besonders in den Kykladen wie Syros, ist Vlita ein fester Bestandteil der traditionellen Sommerküche. Die Zubereitung folgt jahrhundertealten Traditionen und wird oft von Generation zu Generation weitergegeben. In der Hitze des Sommers wird das kühle, erfrischende Vlita als leichte Mahlzeit oder Vorspeise geschätzt.
Die Insulaner sammeln Vlita oft wild in den Bergen oder bauen es in kleinen Hausgärten an. Die beste Erntezeit ist der frühe Morgen, wenn die Blätter noch feucht vom Tau und besonders zart sind. Dieses ursprüngliche Vlita-Rezept unterscheidet sich von der gehaltvolleren Vlita-Variante mit Speck und Graviera durch seine Purität und Einfachheit.
Gesundheitliche Vorteile von Amarant:
Amarant, wie Vlita botanisch heißt, ist eine der nährstoffreichsten Pflanzen überhaupt. Das Grün enthält alle essentiellen Aminosäuren und ist damit ein vollwertiges Protein – besonders wertvoll für Vegetarier und Veganer. Der hohe Gehalt an Eisen macht Vlita zu einem natürlichen Mittel gegen Eisenmangel, während das reichlich enthaltene Vitamin K die Knochengesundheit stärkt.
Die antioxidativen Eigenschaften des Amarants helfen beim Schutz vor freien Radikalen, und die enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauung an. Im Vergleich zu anderen Wildgemüsen wie Almira ist Vlita besonders gut verträglich und mild im Geschmack.
Profi-Tipps für perfektes Vlita:
Das Geheimnis des perfekten Vlita liegt in der Frische der Zutaten. Verwenden Sie nur ganz frisches Vlita – welke Blätter werden bitter und verlieren ihre zarte Textur. Falls Sie Vlita selbst anbauen, ernten Sie die jungen Triebe, bevor die Pflanze zu blühen beginnt.
Ein traditioneller Trick aus der griechischen Küche: Lassen Sie das fertige Vlita etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur ziehen, bevor Sie es servieren. So können sich alle Aromen harmonisch verbinden. Das Gericht schmeckt auch am nächsten Tag noch hervorragend – bewahren Sie es abgedeckt im Kühlschrank auf.
Die Qualität des Olivenöls macht bei diesem einfachen Rezept einen enormen Unterschied. Verwenden Sie ein kaltgepresstes, natives Olivenöl extra von hoher Qualität – am besten aus griechischer Produktion, um den authentischen Geschmack zu erzielen.
Variationen und Serviervorschläge:
Während das traditionelle Vlita-Rezept in seiner Purität perfekt ist, gibt es regionale Variationen. Auf Kreta wird manchmal etwas Knoblauch hinzugefügt, während auf Lesbos gerne ein paar Kapern über das fertige Gericht gestreut werden. Für eine moderne Interpretation können Sie das Vlita mit gerösteten Pinienkernen oder einem Hauch geriebenen Käses verfeinern.
Traditionell wird Vlita mit frischem Weißbrot und Feta-Käse serviert. Es passt hervorragend zu gegrilltem Fisch, besonders Dorade oder Wolfsbarsch, und bildet eine wunderbare Basis für ein authentisches griechisches Mezze-Menü. Als Vorspeise reicht eine Portion für 4 Personen, als Beilage für 6 Personen.
Die Familie der griechischen Wildgemüse:
Vlita ist Teil einer großen Familie griechischer Wildgemüse, die alle ihre eigenen charakteristischen Eigenschaften haben. Während Chorta eine Mischung verschiedener Wildkräuter ist und Almira eine salzresistente Küstenpflanze darstellt, ist Vlita der mildeste und vielseitigste Vertreter dieser Gruppe.
Für Kochbegeisterte, die sich für exotische Gemüsesorten interessieren, ist auch unser Spargelsalat-Rezept eine interessante Ergänzung – ein seltenes chinesisches Gemüse, das ebenfalls zu den wenig bekannten Köstlichkeiten gehört.
Aufbewahrung und Haltbarkeit:
Frisches Vlita sollte möglichst am Tag des Kaufs oder der Ernte zubereitet werden. Im Kühlschrank hält es sich maximal 2 Tage, eingewickelt in ein feuchtes Tuch. Das zubereitete Gericht können Sie bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren – es wird sogar noch geschmackvoller, da die Aromen Zeit haben, sich zu entwickeln.
Entdecken Sie mit diesem traditionellen Vlita-Rezept die pure Essenz der griechischen Sommerküche. Die Einfachheit der Zubereitung lässt die natürlichen Aromen des Amarants voll zur Geltung kommen und bietet einen authentischen Einblick in die jahrhundertealte Tradition der griechischen Wildgemüse-Küche.
Das Rezept „Vleeta“ können Sie hier in englischer Sprache lesen.

Vlita? Was ist denn das? Eher Mangold oder Spinat?
Aha… wieder was gelernt.
Das Amaranth auch so genutzt wird war mir echt vollkommen neu. Sieht auf jeden Fall sehr lecker aus. (Mit Mangold könnte man mich jedenfalls nicht hinter dem Herd hervor locken ;-))
Liebe Grüße
Klasse!
Amarant kenne ich ja nur als Korn, wahrscheinlich habe ich hier keine Chance, auch die Blätter zu bekommen 🙁
Dabei würde ich echt gern wissen, wie das schmeckt…
@ Bolli: es ist eher ein Spinat, schmeckt auch ein bisschen so, ist aber fester in der Konsistenz
@Shermin: mir war das mit dem Korn neu bis vor kurzem. Das wird hier nämlich kaum verwendet.
@ Sammelhamster: da empfehle ich eine kulinarische Reise in den Süden 😉
Gehört Vlita eigentlich zu den myteriösen Horta? Hier müssen wir uns ja immer mit einer Mangold-Löwenzahn-u.s.w.-Mischung begnügen, deswegen habe ich immer noch nicht verstanden, was genau zu den „wild greens“ gehört…
Toll was für eine Fundgruppe dein Blog immer wieder ist, Tobias! Von diesem Vlita / Amaranth hatte ich davor noch nie was gehört. Ich denke ich werde diese leckere Vorspeise bei meinem über neu.de arrangierten Date demnächst einsetzen. Die Mitgliedschaft ist bei geringen neu.de Kosten bezahlbar und man kann die Singlebörse sogar kostenlos testen, was natürlich sehr für die Qualität der Mitglieder und der Partnerbörse steht. Die Partnersuche ist heutzutage wirklich alles andere als einfach und als Single fragt man sich oft ob die Preise der verschiedenen Partnervermittlungen gerechtfertigt sind oder nicht. Das Dating soll bei neu.de durch die geringen Kosten erleichtert werden und viele Singles wagen des Test und machen positive neu.de Erfahrungen. Dennoch braucht es beim Dating doch etwas mehr als nur eine gute Singlebörse. So sollte man z.B. als Mann auch in der Lage sein eine Single Frau mit seiner Kochkunst zu beeindrucken und dafür eignet sich so ein toller außergewöhnlicher Salat wie der Vlita natürlich besonders gute. Vielen Dank für dieses Rezept, das mir die Partnersuche erleichtern wird. 🙂