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Tsoureki oder τσουρέκι, wie es auf Griechisch heißt, gehört genauso zum Griechisch Orthodoxen Osterfest wie rote Eier. Obwohl oder gerade weil ich dieses Jahr gerade nicht zu Ostern in Griechenland war musste bei unserem Grieschischen Osterfest in Wien ein Tsoureki auf den Tisch.

Der Tsoureki erinnert an einen Hefezopf oder Kranz, er hat aber zwei Komponenten, die ihn ganz besonders machen. Einerseits gehört Mastix in den Tsoureki andererseits Mahlab. Mastix wird aus dem Strauch der Mastix Sträucher gewonnen, wofür die Insel Chios sehr bekannt ist, Mahlab oder μαχλέπι wird aus dem Kern der Felsenkirsche gewonnen.

Von der Textur her ist der Tsoureki dem österreichischen Zopf oder der Brioche ähnlich. Ein weicher, flaumiger Teig, der traditionell zum Verzehr gebrochen oder gezupft wird, aber nicht geschnitten. Zu Ostern zwar besonders beliebt, aber backen tun die Griechen das Gebäck das ganz Jahr hindurch. Gerne wird dazu griechischer Kaffee serviert.

Tsoureki Rezept: einfach bis mittelschwer

Zutaten:

  • 24 Gramm trockene Hefe
  • 110 Gramm lauwarmes Wasser
  • 3 Gramm Mastix
  • 10 Gramm Mahlab
  • 135 Gramm Butter bei Raumtemperatur
  • 230 Gramm Zucker
  • 150 Gramm Milch
  • 4 mittelgroße Eier
  • 870 Gramm Weizenmehl
  • Zeste einer Bio Orange

Zubereitung des Tsoureki

Das lauwarme Wasser mit der Hefe und einer Prise Zucker in eine Schüssel geben und verrühren. Dabei muss man wirklich sehr auf die Temperatur achten. Das Wasser muss Körpertemperatur haben.Das lässt sich leicht überprüfen indem man den Finger ins Wasser steckt und keinen Unterschied merkt. Ist das Wasser zu heiß, tötet man die Hefe ab, ist es zu kalt geht der Tsoureki nicht auf. Hat man die Temperatur überprüft verschließt man die Schüssel gut mir Folie und stellt sie etwas 10 Minuten bei Seite bis sich Bläschen bilden.

In der Zwischenzeit gibt man das Masticha und das Mahleb in einen Mörser. Auch hier eine Prise Zucker dazu und das Ganze fein mit dem Mörser zermahlen. Beide Gewürze ergeben den feinen und unverwechselbaren Tsoureki Geruch und Geschmack.

Butter in einem Topf schmelzen dann den Zucker und die Milch dazu geben und verrühren. Zum Verrühren sollte man die Mischung schon von der Herdplatte nehmen. Es ist wichtig, dass die Flüssigkeit nur lauwarm ist, da sie die Hefe sonst abtötet. Hier bietet sich wieder der Finger zur Kontrolle an, wenn vorhanden kann man natürlich auch ein Speisethermometer verwenden.

Unter rühren die Eier in die Buttermischung geben. Das gleiche gilt für die Hefe Mischung. Wenn sich alle Bestandteile gut vermischt haben den Mastix und das Mahlab unterrühren. Jetzt kann man auch das Mehr unter ständigem Rühren dazugeben. Am besten macht man den ganzen Prozess mit einer Küchenmaschine, die auf langsamer Stufe rühren kann und über einen Rührhaken verfügt. Wenn der Teig nach 15 Minuten rühren eine samtige, kompakte und nicht klebrige Konsistenz verfügt stellst du ihn, mit einem Tuch abgedeckt, bei Raumtemperatur für zwei Stunden bei Seite, bis er seine Größe verdoppelt hat.

Jetzt beginnt der künstlerisch anspruchsvolle Teil des Rezeptes. Teile den Teig in drei gleich große Teile und verwende dazu die Waage. Forme aus jedem Teil eine Kugel und ziehe, bzw. rolle diese dann in Form eines Seils. Verbinde alle drei Seile an einem Ende und flechte daraus einen Zopf. Am besten macht man das auf dem Backpapier direkt auf dem Backblech.Wenn man das noch nie gemacht hat, empfiehlt es sich das vorher mit einer Schnur oder Seil zu üben. Hat man den Tsoureki geflochten lässt man diesen noch mal für 30 Minuten rasten.

Bevor der Tsoureki bei Umluft für 30-40 Minuten in den 150 Grad warmen Ofen kommt, muss man diesen noch mit einem Ei-Milch Gemisch bestreichen, damit er danach seine wunderbare Farbe bekommt. Nach dem Backen auskühlen lassen und genießen!

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