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Aktualisiert am 8. August 2025

Ein wahrhaft winterliches Risotto mit Bratapfel und Gorgonzola ist das geworden – ein wirklich einfaches Rezept mit wenigen Zutaten, das es aber durchaus in sich hat. Diese Kombination aus süßen Bratäpfeln, herzhaftem Speck und cremigem Gorgonzola vereint alle Aromen, die den Winter so besonders machen. Der kontrastreiche Geschmack zwischen der Süße der Äpfel und der Würze des italienischen Käses macht dieses Risotto zu einem unvergesslichen Genusserlebnis.

Dieses Risotto-Rezept stammt aus der norditalienischen Tradition, wo süße und herzhafte Komponenten meisterhaft kombiniert werden. In der Lombardei, der Heimat des Risottos, verwendet man seit Jahrhunderten Äpfel in verschiedenen Variationen für herzhafte Gerichte. Der Gorgonzola, benannt nach der gleichnamigen Stadt bei Mailand, verleiht dem Gericht seine charakteristische Cremigkeit und den intensiven Geschmack. Dazu ein kräftiger Rotwein und ein offener Kamin – perfekter geht ein Winterabend nicht.

Zubereitungszeit: 10 Minuten

Kochzeit: 25 Minuten

Portionen: 4 Personen

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Zutaten für das Bratapfel-Risotto:

  • 320 g Risotto-Reis (Arborio oder Carnaroli)
  • 150 g Gorgonzola piccante
  • 2 säuerliche Äpfel (z.B. Boskoop oder Granny Smith)
  • 120 g durchwachsener Speck
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 l warme Gemüsebrühe
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 60 g Butter
  • 30 g Parmesan, frisch gerieben
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL frischer Thymian (optional)

Zubereitung des winterlichen Risottos:

Die Äpfel schälen und entkernen. Eine Hälfte in gleichmäßige Spalten für die Dekoration schneiden, die andere Hälfte in kleine Würfel für das Risotto. Tipp: Wählen Sie säuerliche Apfelsorten, da diese beim Braten ihre Form behalten und einen schönen Kontrast zur Cremigkeit des Gorgonzola bilden.

Den Speck in feine Streifen schneiden und in einer schweren Pfanne oder einem Risotto-Topf bei mittlerer Hitze knusprig ausbraten, bis er goldbraun ist. Das austretende Fett nicht wegschütten – es verleiht dem Risotto zusätzliches Aroma. Den knusprigen Speck herausnehmen und beiseitestellen.

Die Apfelspalten im verbliebenen Speckfett goldbraun anbraten, bis sie karamellisiert sind. Diese kommen später als Dekoration auf das fertige Risotto. Die Apfelwürfel nur kurz anbraten und ebenfalls herausnehmen. Profi-Tipp: Die Äpfel sollten noch etwas Biss haben, da sie im Risotto weitergaren.

Die Zwiebel fein hacken und in 30 g Butter glasig anschwitzen, ohne dass sie Farbe annimmt. Den Risotto-Reis hinzufügen und unter ständigem Rühren etwa 2 Minuten rösten, bis die Körner glasig werden und einen nussigen Duft entwickeln. Mit dem Weißwein ablöschen und unter Rühren verdampfen lassen.

Nun die warme Brühe kellenweise hinzufügen – immer nur so viel, dass der Reis knapp bedeckt ist. Nach jeder Zugabe geduldig rühren, bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen ist. Dieser Vorgang dauert etwa 18-20 Minuten. Das Geheimnis eines perfekten Risottos liegt in der Geduld und dem konstanten Rühren.

Wenn der Reis al dente ist (er sollte noch einen kleinen Biss haben), die Apfelwürfel und den knusprigen Speck unterrühren. Den Gorgonzola in kleine Stücke brechen und vorsichtig unterheben, bis er cremig geschmolzen ist. Mit der restlichen Butter und dem geriebenen Parmesan „mantecieren“ – das verleiht dem Risotto seine typische Cremigkeit.

Das Risotto mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und 2-3 Minuten ruhen lassen. Auf vorgewärmte Teller verteilen und mit den karamellisierten Apfelspalten dekorieren. Salzen ist aufgrund des salzigen Gorgonzola meist nicht nötig.

Profi-Tipps für das perfekte Risotto:

Die Wahl des richtigen Reis ist entscheidend: Arborio-Reis ist der Klassiker, aber Carnaroli gilt als König unter den Risotto-Reissorten, da er noch mehr Stärke freisetzt. Die Brühe sollte immer warm sein – kalte Brühe unterbricht den Garprozess und kann das Risotto klumpig machen. Beim Gorgonzola empfehle ich die piccante-Variante, da sie intensiver im Geschmack ist und nicht so schnell überwältigt wird von den anderen Aromen.

Variationen und saisonale Anpassungen:

Im Herbst können Sie Birnen statt Äpfel verwenden – besonders Williams Christ harmoniert wunderbar mit Gorgonzola. Eine vegetarische Version entsteht durch Weglassen des Specks und Zugabe von gerösteten Walnüssen. Für eine noch herbstlichere Note fügen Sie geröstete Kürbiskerne hinzu oder ersetzen die Hälfte der Brühe durch Kürbispüree. Statt Gorgonzola können Sie auch Roquefort oder einen milden Ziegenkäse verwenden.

Weinempfehlung und Servieren:

Zu diesem reichhaltigen Risotto passt ein körperreicher Rotwein perfekt – ein Barolo oder Chianti Classico unterstreicht die italienischen Wurzeln des Gerichts. Alternativ harmoniert auch ein kräftiger Weißwein wie ein Chardonnay oder Viognier mit der Cremigkeit des Gorgonzola. Servieren Sie das Risotto als Hauptgang mit einem knackigen Rucola-Salat oder als ersten Gang vor einem leichten Fischgericht.

Häufige Fehler vermeiden:

Der häufigste Fehler beim Risotto ist zu hastiges Kochen. Lassen Sie sich Zeit und rühren Sie geduldig – nur so entwickelt der Reis seine cremige Konsistenz. Verwenden Sie niemals kalte Brühe und geben Sie nie zu viel Flüssigkeit auf einmal hinzu. Der Gorgonzola sollte erst am Ende hinzugefügt werden, da er sonst seine Struktur verliert und das Risotto zu salzig werden kann.

Aufbewahrung und Vorbereitung:

Risotto ist ein Gericht, das am besten frisch serviert wird. Sie können jedoch die Vorbereitung erleichtern, indem Sie Äpfel und Speck bereits am Vormittag braten und die Brühe warmhalten. Reste lassen sich gut zu Arancini (frittierten Reisbällchen) verarbeiten – ein köstlicher Snack für den nächsten Tag. Im Kühlschrank hält sich das Risotto maximal 2 Tage.

10 Meinungen zu “Risotto mit Bratapfel und Gorgonzola – Einfaches Winterrezept

  1. Christina sagt:

    Soeben nachgekocht und es war herrlich!! Ich hab aber den Speck durch Schinken ersetzt und den Bratapfel mit ein wenig Honig und Rosmarin verfeinert.

    Danke für das lecker Rezept!

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