
Letztes Update: 20. Juli 2025
Das Briam ist eine sehr einfache und doch schmackhafte Speise. Im Prinzip ist es ein griechischer Gemüseauflauf, der langsam im Ofen geschmort wird. Ich mache Briam oft als Mezze, da man es gut lauwarm zu Tsipouro oder Wein essen kann, serviere es aber auch schon mal als Hauptspeise zu Mittag, da es schön leicht ist. Briam gehört zu den Klassikern der griechischen Küche und ist ein perfektes Beispiel für die mediterrane Philosophie: einfache, saisonale Zutaten werden mit Olivenöl, Kräutern und Zeit zu einem außergewöhnlichen Gericht verwandelt. Traditionell wird dieser griechische Gemüseauflauf in den Sommermonaten zubereitet, wenn das Gemüse besonders aromatisch ist. Die Besonderheit meiner Briam Variation liegt in der Zugabe von Knollensellerie und Apfel, die dem traditionellen Rezept eine überraschende süß-erdige Note verleihen. Diese Kombination stammt aus der nordgriechischen Küche, wo oft Früchte in herzhafte Gerichte integriert werden.Zubereitungszeit: 15 Minuten
Garzeit: 80-100 Minuten
Portionen: 6-8 Personen
Schwierigkeitsgrad: Sehr einfach
Zutaten für Briam mit Knollensellerie und Apfel:
- 1 große Aubergine (Melanzani)
- 3 mittelgroße Zucchini
- 2 mittelgroße Kartoffeln, geschält
- 1 Zwiebel, geschält
- 1 Apfel, geschält
- 1/2 Sellerieknolle, geschält
- 2 große Tomaten, gewürfelt
- 2 rote Paprika
- 3-4 Knoblauchzehen, gehackt
- 1 Tasse gehackte Petersilie
- 3 EL Tomatenmark
- 2 EL Honig
- 1 Glas Rotwein (200 ml)
- 1 Glas Wasser (200 ml)
- Meersalz, frischer Pfeffer
- 200-300 g Feta-Käse
- 4 EL Olivenöl (nativ extra)
Zubereitung des Briam:
Die Aubergine und die Zucchini in dicke Scheiben (etwa 1 cm) schneiden. Die Kartoffeln, die Sellerieknolle, die Paprika und den Apfel in feine Scheiben schneiden. Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Alle Gemüse in eine große Auflaufform geben und gleichmäßig verteilen.
Die gewürfelten Tomaten über das Gemüse verteilen. In einem kleinen Topf den Honig, Meersalz und Pfeffer mit etwas heißem Wasser auflösen. Das Tomatenmark, den gehackten Knoblauch, die Petersilie, den Rotwein, das restliche Wasser und das Olivenöl dazugeben und gut verrühren.
Die Sauce über das Gemüse gießen und das Ganze dann in den auf 200 °C vorgeheizten Ofen schieben. 45 Minuten garen und dann die Hitze auf 160 °C reduzieren. Sie garen das Gemüse ohne es abzudecken. Gießen Sie bei Bedarf etwas Wasser nach.
Bevor das Gemüse ganz fertig ist, nehmen Sie es noch einmal aus dem Ofen und zerbröseln den Feta-Käse über dem Auflauf. Nochmals 10 Minuten in den Ofen schieben – Oberhitze genügt.
Profi-Tipps für perfektes Briam:
Gemüse-Auswahl: Verwenden Sie nur frisches, saisonales Gemüse. Die Auberginen sollten fest und glänzend sein. Zucchini wählen Sie lieber kleiner und fester – sie enthalten weniger Wasser und zerfallen nicht so schnell.
Schnitt-Technik: Schneiden Sie alle Gemüse in ähnlich dicke Scheiben (etwa 1 cm), damit sie gleichmäßig garen. Die Kartoffeln können etwas dünner geschnitten werden, da sie länger brauchen.
Olivenöl-Geheimnis: Verwenden Sie hochwertiges griechisches Olivenöl. Es ist das Herz des Briam und macht den Geschmacksunterschied aus. Sparen Sie nicht daran – das Öl trägt die Aromen aller Zutaten.
Rotwein-Alternative: Falls Sie keinen Rotwein verwenden möchten, ersetzen Sie ihn durch zusätzliche Gemüsebrühe oder Wasser mit einem Schuss Balsamico-Essig.
Häufige Fehler vermeiden:
Der häufigste Fehler ist zu hohe Anfangstemperatur. Das Briam sollte langsam und schonend garen, damit die Gemüse ihre Aromen entwickeln können, ohne zu verbrennen oder zu zerfallen.
Ein weiterer Fehler ist das zu frühe Hinzufügen des Feta-Käses. Dieser sollte erst in den letzten 10 Minuten dazukommen, damit er nicht zu stark austrocknet oder seine cremige Konsistenz verliert.
Wichtig ist auch, das Gemüse nicht zu überladen. Lieber eine größere Auflaufform verwenden, damit alles gleichmäßig gart und nicht übereinanderliegt.
Variationen des griechischen Briam:
Traditionelle Version: Das klassische Briam kommt ohne Apfel und Sellerie aus. Stattdessen werden oft grüne Bohnen oder Okra verwendet.
Vegane Variante: Lassen Sie einfach den Feta-Käse weg oder ersetzen Sie ihn durch veganen Käse. Das Briam ist auch ohne Käse ein vollwertiges, sättigendes Gericht.
Winter-Version: Im Winter können Sie Kürbis, Pastinaken oder Rote Bete hinzufügen. Diese Wurzelgemüse passen perfekt zur erdigen Note der Sellerieknolle.
Protein-Variante: Für eine sättigendere Mahlzeit können Sie weiße Bohnen oder Kichererbsen hinzufügen. Diese werden in den letzten 30 Minuten der Garzeit zugegeben.
Servieren und Beilagen:
Das Briam wird traditionell als Mezze zu griechischem Wein oder Ouzo serviert. Es schmeckt warm genauso gut wie bei Zimmertemperatur oder sogar kalt am nächsten Tag. In Griechenland isst man es gerne mit frischem Weißbrot oder Pita.
Als Hauptgericht passt Briam perfekt zu gegrilltem Fisch oder Lammfleisch. Auch zu einem einfachen griechischen Salat (Horiatiki) ist es eine wunderbare Ergänzung.
Getränke-Tipp: Servieren Sie dazu einen trockenen griechischen Rosé oder einen leichten Retsina. Die Harznote des Retsina harmoniert wunderbar mit den mediterranen Kräutern.
Aufbewahrung und Meal Prep:
Das Briam hält sich im Kühlschrank bis zu 4 Tage und wird sogar noch besser, da die Aromen Zeit haben, sich zu entwickeln. Es kann problemlos kalt gegessen oder schonend im Ofen wieder erwärmt werden.
Einfrieren: Briam lässt sich gut einfrieren (bis zu 3 Monate), allerdings kann die Konsistenz des Gemüses etwas weicher werden. Tauen Sie es langsam im Kühlschrank auf.
Meal-Prep-Tipp: Bereiten Sie gleich die doppelte Menge zu. Briam eignet sich hervorragend als gesunde, vegane Beilage für die ganze Woche.
TIPP: Sie können den Feta-Käse auch weglassen oder ihn über das fertig gegarte Gericht streuen. Das ist Geschmackssache. Das Briam schmeckt auch bei Zimmertemperatur oder lauwarm besonders aromatisch.
Dieses griechische Briam mit Knollensellerie und Apfel zeigt, wie vielseitig die mediterrane Küche ist. Es verbindet Tradition mit Innovation und beweist, dass gesunde Ernährung voller Geschmack stecken kann.

Sensationell das Briam – mit einer fein-pikanten, ganz besonderen Geschmacksnote.
Da kriege ich schon beim Durchlesen Appetit als großer Freund von Schafskäse! Danke schön für das Rezept!