Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2025
**Marinierte Paprika** sind ein echter Klassiker der mediterranen Küche und gehören definitiv zu meinen absoluten Lieblingsspeisen. Diese **griechischen Piperies Florinis** aus der Region Westmakedonien sind besonders **saftig und süß**, außerdem entwickeln sie beim Backen ein wunderbar rauchiges Aroma.
Obwohl man sie in Griechenland oft mit **Schafskäse gefüllt** findet, schätze ich sie persönlich am meisten **mariniert** in ihrer puren Form. Darüber hinaus sind sie nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund.
Die **roten Paprika aus Florina** sind eine geschützte Ursprungsbezeichnung und gelten folglich als die besten Paprika Griechenlands. „Piperies Florinis“ zeichnen sich nämlich durch ihre besondere **Süße** und ihr intensives Aroma aus. Außerdem lösen sie sich nach dem Backen besonders leicht von der Schale, was die Zubereitung erheblich erleichtert.
Diese traditionelle Zubereitungsart stammt bereits aus der Antike, als Paprika schon damals über offenem Feuer geröstet wurden. Die Marinierung in Olivenöl und Knoblauch konserviert nicht nur die Paprika, sondern intensiviert auch ihren Geschmack.
Übrigens sind marinierte Paprika in griechischen Tavernen ein beliebtes **Mezze** und werden sowohl zu Ouzo als auch als Vorspeise serviert.
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Backzeit: 30 Minuten
Portionen: 4 Personen
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zutaten für marinierte Paprika:
- 1 kg rote Paprika (am besten Florinis oder spitze Paprika)
- 4 Knoblauchzehen
- 1 TL Meersalz
- 4 EL hochwertiges Olivenöl extra nativ
- Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- Optional: 1 TL Oregano
Zubereitung der marinierten Paprika:
**Schritt 1: Paprika vorbereiten**
Zunächst die Paprika gründlich waschen und anschließend trocken tupfen. Danach in eine feuerfeste Form legen, dabei jedoch darauf achten, dass sie nicht übereinander liegen. Außerdem den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
**Schritt 2: Backen und wenden**
Die Paprika für etwa 30 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit (15 Minuten) vorsichtig wenden, damit sie gleichmäßig garen. Die Paprika sind übrigens perfekt, wenn die Haut Blasen wirft und sich leicht bräunt.
**Schritt 3: Marinade vorbereiten**
Während die Paprika backen, den Knoblauch schälen und halbieren. Anschließend mit dem Meersalz und etwas schwarzem Pfeffer in einem Mörser zu einer feinen Paste zermahlen. Diese Technik sorgt nämlich für eine gleichmäßige Verteilung der Aromen.
**Schritt 4: Paprika häuten**
Die gebackenen Paprika aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Danach vorsichtig den Stängel entfernen und die Kerne aus dem unteren Ende herausschütteln.
Wichtig: Die dabei austretende Flüssigkeit unbedingt in der Backform auffangen, denn sie enthält konzentrierte Aromen!
**Schritt 5: Schälen und marinieren**
Die Schale der Paprika vorsichtig abziehen, denn sie sollte sich nach dem Backen leicht lösen lassen. Anschließend die geschälten Paprika in einer Schale schichten. Danach die aufgefangene Paprika-Flüssigkeit mit dem Olivenöl zur Knoblauchpaste geben und gut verrühren.
**Schritt 6: Marinierung**
Die Marinade gleichmäßig über die Paprika verteilen und mindestens 2 Stunden ziehen lassen. Für den besten Geschmack jedoch über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.
Profi-Tipps für perfekte marinierte Paprika:
**Die richtige Paprika-Auswahl**: Verwenden Sie möglichst spitze, fleischige Paprika. Florinis-Paprika sind zwar ideal, aber auch andere süße, rote Paprikasorten funktionieren gut.
Gelbe oder grüne Paprika sind hingegen weniger geeignet, da sie nach dem Backen oft bitter werden.
**Gleichmäßiges Backen**: Achten Sie darauf, dass die Paprika nicht übereinander liegen. Bei großen Mengen verwenden Sie lieber zwei Backbleche. Außerdem sollten die Paprika rundherum goldbraun werden.
**Haut richtig entfernen**: Falls sich die Haut schwer lösen lässt, können Sie die warmen Paprika für 10 Minuten in einen Plastikbeutel legen. Der entstehende Dampf erleichtert nämlich das Schälen erheblich.
Variationen und Anpassungen:
**Mit Käse verfeinert**: Traditionell werden die Paprika in Griechenland oft mit Feta oder anderem Schafskäse gefüllt. Einfach vor dem Marinieren kleine Käsestücke in die Paprika geben.
**Schärfere Version**: Für Liebhaber scharfer Speisen ein bis zwei getrocknete Chilischoten mit in die Marinade geben oder alternativ etwas Chili-Olivenöl verwenden.
**Kräuter-Marinade**: Ergänzen Sie die Marinade außerdem mit frischem Oregano, Thymian oder Rosmarin. Diese Kräuter harmonieren nämlich perfekt mit dem rauchigen Paprika-Aroma.
**Vegane Variante**: Das Rezept ist bereits vegan und eignet sich folglich perfekt für pflanzliche Ernährung.
Aufbewahrung und Serviervorschläge:
**Haltbarkeit**: Im Kühlschrank halten sich die marinierten Paprika bis zu einer Woche. Sie werden sogar mit jedem Tag geschmackvoller, da die Aromen weiter ziehen können.
**Serviervorschläge**: Marinierte Paprika passen hervorragend zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder als Teil einer mediterranen Mezze-Platte. Besonders gut harmonieren sie außerdem mit geröstetem Brot, Oliven und griechischem Käse.
**Anlässe**: Ideal für Sommerfeste, Grillabende oder als elegante Vorspeise. Die Paprika können bereits am Vortag vorbereitet werden, weshalb sie sich perfekt für Gäste eignen.
**Weinbegleitung**: Ein trockener griechischer Weißwein wie Assyrtiko oder alternativ ein leichter Rotwein aus der Nemea-Region unterstreichen den mediterranen Charakter des Gerichts.
Pingback: Cooking recipe for roasted peppers | tobias cooks!
Mag ich auch sehr gerne. Nur die Vielfalt der Paprikas fehlt hier.
Köstlich im Sommer, solche schönen Rezepte.
Da kommt Sommerlaune auf. Mein Mann bevorzugt auch die Varinate ohne Schafskäse, ich hingegen liebe diese Füllung. Aber es lassen sich ja beide Varianten ohne großen Aufwand gleichzeitig umsetzen 🙂
Viele Grüße,
Christina
Ich liebe geröstete eingelegte Paprika, allerdings habe ich bisher eigentlich immer die italienische Variante als Peperonata gemacht.
Deine Variante sollte ich demnächst austesten, solange noch schönes Sommerwetter ist. Vielleicht ketzerisch mit einer Schafskäsefüllung…
Du hast einen Mörder? 😉
Ja, die sind eine wirklich schöne Sache, einfach aber so aromatisch herrlich, das ist Sommer!
It seems delicious but isn’t it too hot and spicy having red peppers as the main ingredient? Never tried marinated or roasted peppers at home or even tasted it from any restaurant I’ve gone to. Well, it’s worth to try, thanks for sharing the recipes.