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Chorta - Griechisches Wildgemüse traditionell zubereitet

Letztes Update am: 20. Juli 2025

Chorta (Χόρτα) ist eine der authentischsten Traditionen der griechischen Küche und bedeutet wörtlich „Grünzeug“ oder „Wildgemüse“. In Griechenland ist das Sammeln von Wildpflanzen seit Jahrhunderten weit verbreitet und tief in der Kultur verwurzelt. Alles was grün und essbar ist, kommt in den Topf und wird als nährstoffreiche Beilage serviert.

Alle Grünpflanzen, die gekocht und als Salat serviert werden, werden unter dem Begriff Chorta – Horta zusammengefasst. Diese Sammlung kann so ziemlich alle regionalen Wildpflanzen enthalten, die je nach Saison und Region variieren. Eine besondere Sonderform ist Vlita, bei uns als Amaranth bekannt, die als besonders fein und zart gerühmt wird.

Die Besonderheit bei Chorta ist der charakteristische leichte Bitterton, der durch die verschiedenen Wildkräuter entsteht. Dieses traditionelle griechische Wildgemüse wird ausschließlich mit den vier Grundzutaten der mediterranen Küche gewürzt: Salz, Pfeffer, Zitrone und Olivenöl. Mehr braucht es nicht für diesen authentischen Geschmack.

Zubereitungszeit für Chorta: 25 Minuten

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Portionen: 2-4 Personen

Zutaten für das Chorta Rezept:

  • 500 g gemischte Blätter (Amaranth, Mangold, Spinat, Brokkoli-Blätter)
  • 200 g Melden (optional)
  • 100 g Zuckerschoten-Blätter (optional)
  • Meersalz nach Geschmack
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4 EL natives Olivenöl extra
  • Saft von 1 frischen Zitrone
  • 200 g Feta-Käse zum Servieren

Zubereitung der Chorta:

Das Besondere an meiner Chorta-Zubereitung ist, dass ich die Pflanzen schonend im Dampf gare, anstatt sie zu kochen. Diese Methode bewahrt nicht nur mehr Nährstoffe, sondern auch die zarte Textur der Blätter. Waschen Sie alle Blätter gründlich unter kaltem Wasser und entfernen Sie beschädigte oder welke Teile.

Die hier verwendeten Blätter sind eine klassische Mischung aus: Amaranth, Mangold, Spinat, Brokkoli-Blättern, Melden und Zuckerschoten-Blättern. Jede Komponente trägt ihre eigene Note bei – von mild-nussig bis leicht bitter.

Bringen Sie Wasser in einem Dampfgarer oder einem Topf mit Dampfeinsatz zum Kochen. Legen Sie die vorbereiteten Blätter in den Dampfeinsatz und dämpfen Sie sie bei mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten. Die Blätter sollten weich, aber noch bissfest sein. Zu langes Garen macht sie matschig und nimmt ihnen den charakteristischen Biss.

Nach dem Garen geben Sie die Chorta in eine große Schüssel und lassen sie vollständig abkühlen. Erst dann wird gewürzt: mit einer Prise Meersalz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, dem Saft einer frischen Zitrone und hochwertigem Olivenöl abschmecken. Die Mischung sollte gut durchziehen können.

Traditionelle Chorta-Zubereitung in Griechenland:

In der traditionellen griechischen Küche werden Chorta oft von den Frauen am frühen Morgen auf den Feldern und Hügeln gesammelt. Jede Region hat ihre eigenen bevorzugten Wildpflanzen – von Löwenzahn über Portulak bis hin zu wildem Fenchel. Das Wissen über essbare Wildpflanzen wird von Generation zu Generation weitergegeben.

Chorta werden traditionell als Vorspeise oder Beilage serviert, oft begleitet von frischem Feta-Käse und knusprigem Brot. In ländlichen Gebieten Griechenlands ist es noch heute üblich, dass Familien gemeinsam Wildgemüse sammeln gehen – eine Tradition, die Gemeinschaft stärkt und gleichzeitig für gesunde, kostenlose Nahrung sorgt.

Gesundheitliche Vorteile von Chorta:

Chorta sind wahre Nährstoffbomben und enthalten eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien. Wilde Grünpflanzen haben oft einen höheren Nährstoffgehalt als kultivierte Varianten, da sie unter natürlichen Bedingungen wachsen. Sie sind reich an Vitamin K, Folsäure, Eisen und Kalzium.

Der charakteristische bittere Geschmack vieler Chorta-Pflanzen stammt von natürlichen Bitterstoffen, die verdauungsfördernd wirken und die Leberfunktion unterstützen. In der traditionellen griechischen Medizin gelten Chorta als entgiftend und reinigend für den Körper.

Profi-Tipps für perfekte Chorta:

Sammeln Sie Wildpflanzen nur in sauberen, unbelasteten Gebieten und niemals an stark befahrenen Straßen. Wenn Sie unsicher sind, kaufen Sie die Zutaten auf dem Markt oder verwenden Sie eine Mischung aus Mangold, Spinat und Rucola als Alternative.

Ein Geheimtipp aus der griechischen Küche: Lassen Sie die fertige Chorta mindestens eine Stunde ziehen, bevor Sie sie servieren. Die Aromen entwickeln sich so besser und die Säure der Zitrone kann sanft in die Blätter einziehen.

Variationen und moderne Anpassungen:

Während die traditionelle Zubereitung sehr puristisch ist, können Sie moderne Variationen ausprobieren: Fügen Sie gehackte Walnüsse für Crunch hinzu, oder verfeinern Sie das Gericht mit etwas geriebenem Parmesan. Für eine herzhafte Variante können Sie wie beim Vlita-Rezept etwas Speck oder Pancetta hinzufügen.

Vegetarier und Veganer können das Rezept problemlos ohne Feta genießen oder pflanzliche Alternativen wie veganen Feta verwenden. Das Grundrezept ist von Natur aus vegan und glutenfrei.

Aufbewahrung und Servieren:

Chorta schmecken am besten frisch zubereitet, können aber im Kühlschrank bis zu drei Tage aufbewahrt werden. Sie werden traditionell kalt serviert und eignen sich perfekt als leichte Vorspeise oder als Beilage zu gegrilltem Fisch oder Fleisch.

Servieren Sie die Chorta mit großzügigen Würfeln von frischem Feta-Käse, ein paar Oliven und knusprigem Brot. Ein Glas gekühlter Retsina oder ein trockener Weißwein runden das authentische griechische Erlebnis ab.

Weitere griechische Wildpflanzen entdecken:

Neben Chorta gibt es viele weitere faszinierende griechische Wildpflanzen zu entdecken. Almira, eine salzresistente Küstenpflanze, wird ähnlich zubereitet und bietet einen einzigartigen, leicht nussigen Geschmack. Die Vielfalt der griechischen Wildküche zeigt, wie reich und nachhaltig die mediterrane Ernährung ist.

Entdecken Sie mit diesem traditionellen Chorta-Rezept die ursprünglichen Aromen der griechischen Landküche und bringen Sie ein Stück mediterraner Tradition auf Ihren Tisch. Weitere authentische griechische Wildgemüse-Rezepte wie unser Vlita mit Speck und Graviera finden Sie in unserer umfangreichen Sammlung griechischer Spezialitäten.

 

3 Meinungen zu “Chorta Rezept – Griechische Wildpflanzen traditionell zubereitet

  1. Tonia sagt:

    Hey, ich habe jetzt endlich mal die zeit gefunden mich hier näher umzusehen. Echt toll! Und man lernt noch so viel. Damit ich nichts mehr verpasse folge ich dir ab sofort.

  2. Tanja sagt:

    Ein älterer Freund von mir in einem Dorf auf Kreta sagte zu mir: Heuet essen wir aus der Natur. Er fingen wir einige Fische im Meer, dann gingen wir Horta sammeln. Er sammelte 7 verschiedene Pflanzen, alle ähnlich Blattsalat oder Spinat. In weniger als 20 min hatten wir eine große Platiktüte voll. Es gab Fisch mit Zitrone vom Baum und einen grandiosen Salat aus dem wilden Horta mit Olivenöl.

  3. Emmy sagt:

    Hi, das ist keine schlechte Idee. Schön, wenn man solche Dinge einfach lesen kann. Interessant finde ich, dass du die Blätter dampfgegart hast. Das sorgt bestimmt für einen natürlichen, guten Geschmack.

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