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Die perfekten American Pancakes



Diesen Sommer hatte ich das Vergnügen, als Frühstückskoch zu arbeiten, und in dieser Zeit habe ich sicher hunderte American Pancakes zubereitet. Ich nutzte die Gelegenheit, um verschiedene Rezepte zu testen, und schnell wurde klar: Nicht jedes Rezept führt zu dem gewünschten Ergebnis, nämlich fluffige, leichte Pancakes, die einfach perfekt sind. Während dieses intensiven Sommers in der Küche habe ich mein eigenes American Pancakes Rezept Schritt für Schritt optimiert. Heute kann ich mit Überzeugung sagen: Dieses Rezept liefert die Pancakes, die nicht nur meine Erwartungen erfüllen, sondern auch die meiner Gäste aus den USA. Und wer könnte es besser beurteilen als die Menschen, die mit dieser Spezialität aufgewachsen sind?

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Portionen: 10 Pancakes

Schwierigkeitsgrad: Einfach

Die Geschichte der American Pancakes

American Pancakes haben ihre Wurzeln in der niederländischen Küche des 17. Jahrhunderts. Niederländische Siedler brachten ihre „pannenkoeken“ nach Amerika, wo sie sich zu den heute bekannten dicken, fluffigen Pancakes entwickelten. Die Zugabe von Backpulver, die erst im 19. Jahrhundert populär wurde, revolutionierte das Rezept und machte die Pancakes zu dem luftigen Frühstücksklassiker, den wir heute kennen. In Amerika sind Pancakes nicht nur ein Frühstück, sondern ein kulturelles Symbol für gemütliche Familienmomente und den entspannten Sonntagmorgen.


Was du bei American Pancakes unbedingt beachten solltest:


Im Vergleich zu den bei uns eher flachen und dünnen Pfannkuchen sind American Pancakes nicht nur dicker, sondern auch viel fluffiger. Sie sollten einen weichen, aber nicht rohen Kern haben, der förmlich auf der Zunge zergeht. Außen hingegen sollten sie schön goldbraun und leicht knusprig sein. Dieses perfekte Zusammenspiel erreichst du durch den gezielten Einsatz von Backpulver und – das ist besonders wichtig – durch Geduld bei der Zubereitung. Zwei zentrale Punkte, die oft unterschätzt werden, sind die Ruhezeit des Teiges und die richtige Hitze beim Braten. Lass den Teig nach dem Anrühren unbedingt ein paar Minuten ruhen, damit er sich setzen kann und die Pancakes besser aufgehen. Beim Braten solltest du die Pancakes auf mittlerer Hitze langsam ziehen lassen, anstatt sie bei zu hoher Temperatur zu braten. So haben sie genügend Zeit, um sich schön gleichmäßig zu entwickeln und fluffig aufzugehen.

Der Schlüssel zu perfekten Pancakes: Neben dem richtigen Rezept spielt auch die Technik eine entscheidende Rolle. Wenn du die Pancakes zu früh wendest oder bei zu hoher Hitze anbrätst, riskierst du, dass sie außen verbrennen und innen roh bleiben. Nimm dir also die Zeit, die Pancakes auf den Punkt zu braten – so erhältst du einen herrlich weichen, leicht süßen Kern und eine goldbraune, knusprige Kruste, die zusammen den typisch amerikanischen Pancake-Genuss ausmachen.

Zutaten für 10 American Pancakes:

  • 250 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 2 Eier
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Backpulver
  • 1 Messerspitze Bourbon-Vanille
  • 2-3 EL Butter zum Anbraten
  • Puderzucker zum Bestäuben

Warenkunde: Die richtigen Zutaten für perfekte Pancakes

Mehl: Verwenden Sie Type 405 (Weizenmehl) für die beste Konsistenz. Vollkornmehl macht die Pancakes schwerer und weniger fluffig. Backpulver: Achten Sie auf frisches Backpulver – altes verliert seine Triebkraft. Testen Sie es vorher: Ein Teelöffel in heißem Wasser sollte sofort sprudeln. Bourbon-Vanille: Echte Vanilleschoten geben deutlich mehr Aroma als Vanillezucker. Das Mark einer halben Schote reicht völlig aus und verleiht den Pancakes den authentischen Geschmack.

Zubereitung der perfekten American Pancakes:

Schritt 1: Teig vorbereiten

Du benötigst zwei Schüsseln, eine Pfanne und eine Spachtel. In der einen Schüssel vermengst du die trockenen Zutaten: das Mehl, das Backpulver, den Puderzucker und das Salz. In der zweiten Schüssel verquirlst du zuerst die Eier und dann auch die Milch. Halbiere die Bourbon-Vanille-Schote und ritze sie der Länge nach auf. Kratze mit einem stumpfen Messer das Vanillemark heraus und verrühre es mit der Ei-Milch-Mischung.

Schritt 2: Teig zusammenfügen

Jetzt gibst du unter Rühren die trockenen Zutaten in die flüssigen. Lass dir dabei Zeit und rühre ständig, damit ein homogener Teig entsteht. Profi-Tipp: Rühre nur so lange, bis sich die Zutaten verbunden haben. Übermäßiges Rühren aktiviert das Gluten im Mehl und macht die Pancakes zäh. Jetzt lasse den Teig 10 Minuten ruhen – diese Ruhezeit ist entscheidend für die spätere Fluffigkeit.

Schritt 3: Pfanne vorbereiten

In der Zwischenzeit stellst du deine beschichtete Pfanne auf den Herd und schaltest die Herdplatte ein. Es ist wichtig, dass die Pfanne schon mal durch und durch heiß wird, aber nicht zu heiß. Bei einem Herd mit 8 Stufen wähle Stufe 6. Die richtige Temperatur erkennen: Nach 10 Minuten, wenn die Pfanne gleichmäßig heiß ist, machst du den Butter-Test. Du gibst eine Butterflocke in die Pfanne. Die Butter soll schmelzen und braun werden, aber nicht zu rauchen beginnen. Wenn die Butter raucht, ist die Pfanne zu heiß; wenn die Butter nicht gleich braun wird, ist sie nicht heiß genug.

Schritt 4: Pancakes braten

Wenn die Temperatur passt, gibst du einen Esslöffel Butter in die Pfanne und verteilst diese gleichmäßig. Jetzt gibst du mit einer kleinen Suppenkelle oder einem großen Löffel einen Batzen Teig mit etwa 5-8 cm Durchmesser in die Pfanne. Platziere so viele Pancakes, wie in deiner Pfanne Platz haben. Lasse aber bitte zwischen den Pancakes 2 cm Abstand, da sie beim Aufgehen noch größer werden.

Schritt 5: Das perfekte Wenden

Jetzt musst du dich etwas gedulden, bis die Pancakes aufgehen. Wende sie erst dann, wenn sie aufgegangen sind und die Unterseite schön braun und knusprig ist. Der Wende-Trick: Wenn sich kleine Bläschen auf der noch rohen Oberfläche bilden und diese anfangen zu platzen, kannst du die Pancakes wenden. Die zweite Seite braucht nur etwa die Hälfte der Zeit der ersten Seite.

Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen oder je nach Geschmack mit Ahornsirup und Beeren servieren.

Profi-Tipps für perfekte American Pancakes

Gleichmäßige Größe: Verwenden Sie eine Suppenkelle oder einen Eisportionierer für gleichmäßig große Pancakes. Warm halten: Fertige Pancakes bei 80 °C im Backofen warm halten, während Sie die restlichen braten. Buttermilch-Variante: Ersetzen Sie die Hälfte der Milch durch Buttermilch für noch fluffigere Pancakes mit leicht säuerlichem Geschmack. Extra-Trick: Trennen Sie die Eier und schlagen das Eiweiß steif. Heben Sie es zum Schluss unter den Teig – das macht die Pancakes besonders luftig.

Variationen und kreative Ideen

Schokoladen-Pancakes: 2 EL Kakaopulver zum Mehl geben und mit Schokoladenstücken verfeinern. Beeren-Pancakes: Frische Blaubeeren oder Himbeeren vorsichtig in den Teig einrühren. Bananen-Pancakes: Eine zerdrückte reife Banane in den Teig einarbeiten – reduziert gleichzeitig den Zuckerbedarf. Vollkorn-Version: 50 % des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen und etwas mehr Milch verwenden. Glutenfrei: Verwenden Sie glutenfreie Mehlmischung im Verhältnis 1:1.

Häufige Fehler vermeiden

Zu fester Teig: Falls der Teig zu dick ist, einfach schluckweise Milch dazugeben. Flache Pancakes: Oft liegt es an zu altem Backpulver oder zu langem Rühren. Angebrannte Außenseite: Hitze reduzieren und mehr Geduld haben. Roher Kern: Pancakes bei zu hoher Hitze – immer auf mittlerer Stufe braten. Klebrige Konsistenz: Zu wenig Mehl oder zu viel Flüssigkeit – das Verhältnis ist entscheidend.

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

Der American Pancake Teig hält im Kühlschrank mehrere Tage. Solltest du ihn nicht an einem Tag aufbrauchen, gib einfach eine Folie über die Schüssel und mache an einem anderen Tag die übrigen Pancakes. Einfrieren: Fertige Pancakes lassen sich bis zu 3 Monate einfrieren. Zwischen die Pancakes Backpapier legen und in Gefrierbeuteln aufbewahren. Zum Aufwärmen einfach in den Toaster oder für 30 Sekunden in die Mikrowelle.

Servieren wie in Amerika

In Amerika werden Pancakes traditionell gestapelt (meist 3-4 Stück) und großzügig mit Ahornsirup übergossen. Dazu kommt oft ein Stück Butter auf den obersten Pancake. Klassische Beilagen sind knuspriger Bacon, Rührei oder frische Beeren. Für besondere Anlässe werden sie mit Schlagsahne, Nüssen oder sogar Eiscreme serviert. Der Sonntagsbrunch ist in Amerika unvorstellbar ohne einen Stapel warmer, fluffiger Pancakes – ein Ritual, das Familien zusammenbringt.

2 Meinungen zu “American Pancakes Rezept – Perfekt fluffig & einfach

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